KfW Entwicklungsbank’s News story on inauguration of Bujagali project by The Aga Khan and President Museveni – in German language

Ein globales Projekt für Uganda

Feierliche Einweihung des neuen Wasserkraftwerks in Bujagali

Gruppenbild mit Yoweri Museveni, Janet Museveni und Karim Aga Khan IV.

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni, die First Lady Janet Museveni und Karim Aga Khan IV. umringt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bujagali-Wasserkraftwerks. Quelle: Aga Khan Development Foundation/Gary Otte

“Das neue Kraftwerk sorgt erstmals für eine stabile, zuverlässige und ausreichende Stromversorgung”, betont der langjährige ugandische Präsident Yoweri Museveni in seiner Rede. “Somit trägt es entscheidend zu mehr Wohlstand und Entwicklung bei.” Zu der feierlichen Einweihung des ersten privat betriebenen Wasserkraftwerks in Subsahara-Afrika waren nahezu alle Regierungschefs der Nachbarstaaten angereist. Sie feierten gleichzeitig 50 Jahre Unabhängigkeit Ugandas. Das Wasserwerk hat Modellcharakter. Es beendet nicht nur die massiven Engpässe in der Stromversorgung in dem afrikanischen Staat und trägt somit zum Wirtschaftswachstum bei, sondern es ist gleichzeitig auch ein wichtiger Fortschritt für den Schutz der Umwelt.

Realisiert wurde das Wasserkraftwerk in Bujagali von der ugandischen Regierung in Kooperationen mit privaten Investoren. Die KfW Entwicklungsbank und die DEG haben mit 45 Millionen US-Dollar zur Finanzierung beigetragen. Ein weiterer wichtiger Förderer ist die Aga Khan Stiftung. “Bujagali ist nicht nur ein ugandisches, sondern ein globales Projekt. Menschen aus 37 Nationen haben dazu beigetragen, dass diese innovative Idee Wirklichkeit werden konnte”, lobt der Aga Khan, der persönlich an der Eröffnungszeremonie teilnimmt.

Verheerende Energieknappheit

Bis zum jetzigen Zeitpunkt litt Uganda unter einer fortwährenden Energieknappheit. Täglich kam es zu Stromabschaltungen von bis zu 12 Stunden. Unternehmen mussten immer wieder Produktionsausfälle hinnehmen, weil Maschinen plötzlich stehen blieben, in Krankenhäusern ging bei nächtlichen Notoperationen das Licht aus.

Um den Strombedarf notdürftig decken zu können, war die Regierung bislang gezwungen, teure und zudem umweltschädliche Notstromaggregate einzusetzen. Die mit Diesel und Schweröl angetriebenen Geräte produzierten bisher rund 40 Prozent der Stromerzeugung.

Die hohen Kosten konnten nur durch massive staatliche Subventionen getragen werden. Dennoch ist der Stromtarif extrem hoch. Die Kilowattstunde kostet in Uganda 15 Eurocent und damit fast so viel wie in Deutschland, bei einem jährlichen Pro-Kopf-Durchschnittseinkommen von 340 US-Dollar. So können sich nur wenige Einwohner den Strom leisten. Lediglich zwölf Prozent der ugandischen Haushalte haben überhaupt einen Stromanschluss, womit von den Subventionen im Stromsektor nur eine kleine, relativ wohlhabende Elite profitiert.

Energiewende dank Wasserkraft

Diese prekäre Situation soll das neue Wasserkraftwerk in Bujagali jetzt ändern. Es steigert die Stromerzeugungskapazität des Landes um mehr als 50 Prozent, sodass die Stromnachfrage in Uganda für die nächsten Jahre gedeckt sein wird. Zudem verringert die Umstellung auf Wasserkraft den jährlichen Ausstoß an Kohlenstoffdioxid um 1,5 Tonnen.

Somit läutet die Einweihung des Wasserkraftwerks eine Energiewende in Uganda ein: “Die Bereitstellung von kostengünstigem und umweltfreundlichem Strom ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung der aktuellen Energiekrise in Uganda und führt zu einer substanziellen Steigerung der Energieerzeugung durch die klimafreundliche Wasserkraft”, hatte Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, das Projekt bereits gewürdigt.

Doch Bujagali soll nicht nur zukünftig die Umwelt schützen, bereits während der Planung und des Baus des Wasserkraftwerks wurden Sozial- und Umweltmaßnahmen umgesetzt, um so dieses Großprojekt für Mensch und Umwelt verträglich zu gestalten. Als Ausgleich für verlorenes Weideland und Wildschutzgebiete wird südlich des Staudamms ein großes Naturschutzgebiet eingerichtet. Zudem mussten 85 Haushalte beziehungsweise 630 Menschen umgesiedelt werden. Laut Zeitungsberichten freuen sich die Anwohner dennoch über das Wasserwerk, denn für den Umzug wurden sie finanziell entschädigt. Mit diesem Geld können sie nun die Bildung ihrer Kinder finanzieren oder ihre Viehbestände erweitern.

Source: Kfw Entwicklungsbank de

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