Frieden durch Dialog: Volkmar Klein, MdB, neues Mitglied im Kuratorium des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland (In German)

Volkmar Klein, MdB, neues Mitglied im Kuratorium des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland

Anläßlich  der Landesdelegiertenkonferenz des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Nordrhein-Westfalen nahm Volkmar Klein das ihm angetragene Ehrenamt an.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete, der sich als Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) schon lange religionspolitisch engagiert, hat den Zentralrat in seiner Gründungsphase beratend und unterstützend begleitet. Klein wünschte in einem kurzen Dankeswort an die Abordnung des Zentralrates viel Erfolg für die weitere Integrationsarbeit und freute sich auf die Möglichkeit, diese als Kuratoriumsmitglied mitgestalten zu können.

Volkmar Klein ist seit 2009 der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Siegen-Wittgenstein. Vorher war er von 1995 bis 2009 Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen. Seit 2004 ist Volkmar Klein Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises.

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Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V.

Der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein der in Deutschland lebenden Christen, die den orientalischen Kirchen angehören. Er wurde am 18.03.2013 in München gegründet und ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes München unter der Bezeichnung „Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V.“, kurz „ZOCD“, eingetragen.

Vorgeschichte

Viele orientalische Christen sind größtenteils aus dem Nahen Osten nach Deutschland gekommen, weil sie als christliche Minderheiten in ihrem Heimatland wenig Aussicht auf eine sichere Zukunft hatten. Als religiöse und politisch-verfolgte Randgruppe waren sie in ihrer Heimat oft verschiedenen Unterdrückungen ausgesetzt. Mit dem Wirtschaftswunder in Deutschland wurden in den 1960er Jahren zunehmend Arbeitnehmer aus dem Ausland gesucht und angeworben. Viele bedrängte Christen nutzten diese Gelegenheit und kamen als „Arbeitsmigranten“ nach Deutschland. Sie haben ihr Heimatland meist nicht aus wirtschaftlichen Gründen verlassen, sondern um den schlechten Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu entkommen und mit dem Ziel, sich später in der Bundesrepublik eine gut situierte und sichere Existenz aufzubauen.

Heute leben allein in Deutschland geschätzte 200.000 orientalische Christen, die sich fest eingebürgert und etabliert haben. Die orientalischen Christen haben sich immer um Anpassung und Integration in ihrer neuen Heimat bemüht. Viele, vor allem Angehörige der zweiten Generation, fühlen sich als Deutsche orientalisch christlichen Glaubens und nicht als Orientale im Exil. Die orientalischen Christen betrachten sich somit als Bürger der deutschen Gesellschaft und möchten gerne ihren Beitrag in den Bereichen Integration, interreligiöser Dialog, kultureller Austausch und politisch-historische Aufklärung leisten.

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Bundeskanzlerin im Gespräch mit Bischof Julius Dr. Hanna Aydin – Ägypten/Syrien

Am Rande ihres Bremenbesuches am 15.8.2013 traf der Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Julius Dr. Hanna Aydin auf Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Dabei überreichte die Delegation des Bischofs eine wertvolle Bibel in aramäischer Sprache. Bei einem kurzen Gespräch wurden aktuelle Probleme der Christen in Ägypten und die Sorge um die entführten Bischöfe in Syrien behandelt. Wichtig war die Forderung, sich für Freiheitsrechte im Nahen Osten einzusetzen.

Bischof Dr. Hanna Aydin zeigte sich sehr zufrieden, daß die Bundeskanzlerin in ihrer Rede die leidvolle Geschichte der ägyptischen Christen und die Durchsetzung grundlegender Freiheitsrechte im Nahen Osten ansprach.

Zur Lage der Christen in Ägypten äußerte der Bischof, es sei sehr problematisch, daß extremistische Gruppierungen ihr koptisch-orthodoxen Mitbürger für jede Handlung des Westens verantwortlich machten, so daß an sich legitime Maßnahmen westlicher Regierungen immer wieder als Gründe für Gewaltakte an Christen herhalten müßten. Hier sei zu beobachten, daß häufig Agressionen auf die Minderheit gelenkt würden, sei sie christlich oder einer anderen Religion zugehörig.

Gerade deshalb sei es aber unumgänglich, nicht zu schweigen, sondern im Westen ein Bewußtsein für die bedrohte Lage der Christen im Orient und die Notwendigkeit einer Einflußnahme für alle Minderheiten zu schaffen.

Image_Julius_Artikel

(Infos zum Bild: 1. Bischof
2. Andravus Kilic – 1. Vorsitzender der Syrisch Orthodoxen Gemeinde in Delmenhorst – Mor Johannes Gemeinde 3. Andreas Celik – Schatzmeister 4. Gabriel Eker – 2. Vorsitzender 5. Mathei Gabriel – Schriftführer)

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Syrisch Orthodoxe Kirche Deutschland – Sorge über Gewalt gegen Christen in Syrien

Syrisch Orthodoxe Kirche Deutschland –  Sorge über Gewalt gegen Christen in Syrien

Mehr in http://zocd.de/

Read also in English:

Oriental Christians in Germany: Providing a Diplomatic Bridge — Qantara and Deutsche Welle article by Günther Birkenstock on newly founded Central Council of Oriental Christians in Germany

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